Selber Wurst herstellen (im Glas)

Wurst im Glas! Das war heute mein Tagesziel, genauer gesagt: Leberwurst. Habe ich es erreicht? Ja. Bin ich damit zufrieden? Da mĂŒsst Ihr schon weiterlesen 😉

Alles fing mit den rohen Zutaten an:

500g Schweineleber
500g Schweinefleisch (nicht zu mager)
250g Schweinebauch

Das sah dann in etwa so aus:

Schweineleber IMG_6556

Die Fleischwolf gerechten StĂŒcke dann zusammen mischen und mit

2 großen Zwiebeln und
3 Zehen Knoblauch,
viel Salz,
1TL Pfeffer,
1 TL Thymian,
1 TL Majoran,
1/4 TL Piment
wĂŒrzen:

FleischstĂŒcke

Nun das Ganze einmal komplett durch den Fleischwolf (ich habe zunÀchst durch die 7mm Scheibe gedreht). Die Schnecke des Fleischwolfes, so wie das Fleisch, waren zuvor eine halbe Stunde in der Gefriertruhe, damit man alles besser verarbeiten kann.

IMG_6558  IMG_6559  IMG_6560  Fleisch gekuttert

 

Weil es so schön war, geht die Masse nun ein zweites Mal durch den Wolf, nun allerdings durch die feine (3mm) Scheibe.

IMG_6563

Jetzt geht es ab mit der Masse in die vorbereiteten, sauberen SturzglÀser
:

IMG_6564 IMG_6565

 

Gut darauf achten, dass der Rand des Glases sauber bleibt, sonst könnte das Einkochen nicht funktionieren und die Wurst verdirbt außerhalb des KĂŒhlschrankes. Nun die GlĂ€ser (bei mir waren es 9) verdeckelt ab in den Einkochautomat (einkochen im Backofen in der mit Wasser gefĂŒllten Fettpfanne geht auch, bitte dazu entsprechend Temperatur und Zeit anpassen). Die GlĂ€ser sollten 2 Stunden bei 100°C im Topf bleiben. Die Zeit zĂ€hlt, wenn die 100Grad erreicht sind.

GlÀser im Einkochautomat

Anscheinend hat es in meinen GlĂ€sern so doll gekocht, dass ein wenig Fett spĂ€ter im Wasser war. Es sind dennoch alle GlĂ€ser gut dicht geworden. Nach der Zeit, Wasser ablassen und die GlĂ€ser langsam abkĂŒhlen lassen. NICHT auf den Kopf drehen. Wenn alles abgekĂŒhlt ist, kann man am Deckel erkennen, ob der Vorgang funktioniert hat – knackt der Deckel beim draufdrĂŒcken, hat es nicht geklappt. Dieses Glas sollte man dann sofort verbrauchen (KĂŒhlschrank innerhalb weniger Tage. Die restlichen GlĂ€ser kann man nun ca. 1/2 Jahr im Regal lagern.

Ich habe ein Glas danach in den KĂŒhlschrank gestellt, um fĂŒr euch noch heute den Geschmackstest anzutreten. Ergebnis:

Sagen wir mal – ausbaufĂ€hig. Ich werde bei der nĂ€chsten Leberwurst folgendes verĂ€ndern:

1.) noch mehr Salz. Da muss echt viel Salz rein, hĂ€tte ich nicht gedacht…
2.) andere GewĂŒrze, evtl. sogar ein wenig was SĂŒĂŸes dazu, brauner Zucker oder auch einen Apfel
3.) einen Teil der Zwiebeln werde ich vorher anbraten
4.) Da muss mehr Fett rein! Entweder mehr Bauchspeck, oder ich habe etwas von „Wamme“ gelesen, das ist das Fett unterhalb des Bauchspecks, was der Metzger sonst abschneidet und selber verwurstet. Irgendwie ist mir meine Leberwurst zu trocken.
5.) Die Konsistenz ist mir trotz 3mm Scheibe noch zu körnig. Ich werde die Leber nach dem Fleischwolf nochmal mit dem Mixer zu Brei verarbeiten und nur das Schweinefleisch als groben Anteil drin lassen. Das Fett versuche ich wie die Leber ganz fein zu bekommen.

Wie immer freue ich mich auf Zuschriften, Rezepte, Hinweise, Tipps und auch gern eure Fotos!

LG, Dennis (Der Selbermacher)

Folgt uns hier:

Ein Gedanke zu „Selber Wurst herstellen (im Glas)“

  1. Hallole. Bei der klassischen Leberwurst wird das Fleisch vor dem Wolfen gekocht. Die Leber kannst du entweder mit den Zwiebeln kurz anbraten oder kurz ĂŒberbrĂŒht. Danach alles kleinschneiden und durch die 3mm Scheibe wolfen. Salz nehme ich pro Kilo immer 20 g. Die restlichen GewĂŒrze je nach Geschmack. Wenn das BrĂ€t zu trocken ist, kannst du noch die BrĂŒhe vom Fleischkochen untermischen. Dann alles in GlĂ€ser fĂŒllen und einkochen. Fertig!

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