Salami selber machen – Rezept

Du hast genug von der ganzen Chemie in deiner Wurst? Du möchtest genau wissen, was alles in deiner Wurst enthalten ist? Da hilft nur Eines:

Selber Wurst / Salami herstellen!

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie das geht. Zuhause, mit relativ wenig Materialeinsatz und dazu noch ganz einfach.

Zunächst die Zutaten:

Als Fleisch eignet sich besonders gut Schweinenacken (ja, ich weiß, ECHTE Salami wird mit Rind hergestellt – dann nimm halt Rind stattdessen, ich nehme hier Schwein). Zu dem Schweinenackenfleisch kommt noch 10% Rückenspreck / Rückenfett – das gibt später die weißen Fettstückchen in der Salami. Diese sind sehr wichtig für den Geschmack und die Konsistenz einer Wurst. Kaufst Du also 1kg Schweinenacken, brauchst Du 100g Rückenfett.

Gewürze:

Die Gewürze sind natürlich Geschmacksache, daher hier nur ein Vorschlag. Du kannst natürlich immer gern experimentieren und Dinge weglassen oder hinzufügen. Was Du allerdings UNBEDINGT brauchst ist:

(Alle Angaben für jeweils 1kg Fleisch – also einfach hochrechnen)

Jetzt noch weitere Gewürze, hier ein Vorschlag:

  • 2g Knoblauchpulver
  • 1g Kümmelpulver
  • 0,5g Muskatnusspulver
  • 3g Pfeffer

Für die weiteren Arbeiten brauchst Du:

Zubereitung: – jetzt gehts los!

Das Fleisch in kleine, fleischwolfgerechte Stücke Schneiden (Nacken und Fett). Nun diese Fleischwürfel in die Gefriertruhe stellen, bis sie kurz vor dem einfrieren sind (etwa 30min – 1Stunde). Die Schnecke des Fleischwolfes darf auch in den Froster solange.

In der Zwischenzeit die Gewürze abwiegen (besonders das Pökelsalz und die Dextrose sorgfältig wiegen!) und die Därme nach Anleitung vorbereiten. Die Naturin -Därme sollen vorher min. 30 Minuten in eine Lösung aus 1L Wasser und 150g Salz eingelegt werden, damit sie später haltbar sind.

Danach das Fleisch aus dem Froster holen und sehr gründlich mit den Gewürzen mischen. Nun das Fleisch durch den Fleischwolf geben (mit der gewünschten Scheibe wird die Feinheit der Salami nun vorbestimmt) – ich wähle bei mir die mittlere Lochscheibe aus.

Das nun entstandene Fleisch Hack, also die Wurstmasse sehr gründlich durchmengen, so dass die Gewürze nochmals verteilt werden und die Masse gut zusammenklebt – sonst gibt es später Luftblasen in der Wurst und das wäre fatal.

Die Masse zu Kugeln formen und mit Schwung in den Wurstfüller geben – jetzt schon darauf achten, dass keine Luft in der Masse ist. Mit dem Wurstfüller die Därme nach und nach stramm, aber nicht zu stramm füllen und mit dem Wurstgarn verschließen. Jede Wurst mehrfach mit einem Wurstpiekser (o.Ä.) einstechen, dass eventuell vorhandene Luft noch entweichen kann.

Nun soll die Wurst aufgehangen werden, so dass die Umrötung durch das Pökelsalz stattfinden kann. Dabei darf die Wurst aber nicht zu schnell trocken werden. Ideal wäre eine Luftfeuchtigkeit zu Beginn bei 90%, die sich nach und nach langsam absenkt. Wer einen Reifeschrank besitzt hat es hier leichter. Ansonsten kann man auch in den ersten paar Tagen die Wurst mit einem feuchten Tuch behängen, welches man täglich wechselt und mit abgekochtem Wasser neu befeuchtet. Man kann auch die Wurst mit abgekochtem Wasser besprühen, 1x täglich.

Mag man seine Salami geräuchert, kommt diese nach etwa 7 Tagen für mehrere Durchgänge in den Kaltrauch. Ansonsten lässt man die Wurst einfach reifen und weiter trocknen. Nach etwa 7-8 Wochen erhält man so eine (hoffentlich ) perfekte Salami.

Guten Appetit. Lasst mal ein paar Bilder sehen!

 

Folgt uns hier:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.