Insektenhotel selber bauen

Ihr möchtet gerne etwas für den Naturschutz tun? Die Insekten retten?
Ein einfacher und dazu noch sehr dekorativer Weg dazu ist das Aufstellen eines Insektenhotels. Dies könnt Ihr natürlich fertig bestückt kaufen:

…oder natürlich selber bauen. Dabei gibt es Einiges zu beachten. Auf ein paar Dinge gehe ich in meinem Video ein. Es folgt aber noch ein zweiter, ausführlicherer Teil. Hier hatte ich Besuch von einem Kamerateam des WDR (Lokalzeit Dortmund, Sendung vom 27.5.2019). Seht hier mein Video dazu:

Folgt uns hier:

Tandoori Ofen selber bauen

Wurst im Tandoori

Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, einen indischen Tandoori Ofen selber zu bauen. Der Tandoori Ofen ist ein in Indien (und anderen Ländern) gebräuchlicher Straßenofen, der aus einfachen Mitteln hergestellt werden kann. In dem Ofen kann man das bekannte Tandooribrot – auch Naan Brot genannt – und auch Fleischspieße, wie Tandoori Chicken usw. herstellen. Für Gemüse, Kartoffeln und andere leckere Sachen eignet der Ofen sich auch.

Falls ihr gern Danke zu meinen Beiträgen sagen möchtet, dürft ihr das hier gern tun: 

Ich habe ein Video für euch gedreht. Weiter unten auf dieser Seite gibt es auch eine Schritt für Schritt Anleitung!

Hier mein Schritt für Schritt Bauplan:

Zunächst brauchte ich eine Art Tonne, die groß genug für meine Ansprüche war. Ich fand, während ich mit dem Auto unterwegs war, eine Firma, die Traktoren wartet und fragte dort nach einem leeren Ölfass. Das Ergebnis seht ihr hier:

Öltonne Grill

 

Dieses Fass musste ich gründlichst reinigen. Dann habe ich es mit der Flex von seinem Deckel befreit und eine kleine Tür unten rein geschnitten. Die Tür habe ich mit Scharnieren angeschraubt. Hier kommt später Luft ins Fass und die Asche wieder heraus.

Nun besorgte ich mir von einem örtlichen Ofen- und Kaminbauer ein paar Schamottsteine. Ich stellte die Steine in ihre geplante Form, um genau auszumessen, wie hoch der Aufbau später im Fass sein muss, damit der obere Rand des Aufbaus genau mit dem Fassrand abschließt. Man braucht natürlich am Boden Schamottsteine und für den Brennraum. Der oben enger werdende Teil, bildet ein großer Tontopf. Dieser muss aus wirklich echtem, gebrannten Ton bestehen. Der Topf auf dem Bild war leider nicht ganz so doll und ist später geplatzt – was nicht so schlimm ist, geht trotzdem. Der ganze Aufbau ist vom Durchmesser her kleiner als das Fass – das ist wichtig! Der Zwischenraum wird noch benötigt und darf nicht zu klein sein. 5cm, vielleicht etwas mehr, ist OK.
Den Boden vom Tontopf sägt man mit einer Säge ab. Das ist etwas mühsam, geht jedoch recht gut. Der Tontopf -Boden dient später als Deckel.

Schamott Steine Schamott

 

Nun beginnt man damit, den Boden des Fasses mit einer Schicht Schamottsteinen auszulegen. Man muss dringend darauf achten, dass der Boden die gleiche Höhe hat, wie die Unterkante der gesägten Tür. Um Höhenunterschiede auszugleichen, kann man normalen Sand ins Fass streuen. Dieser dient gleich als gutes Bett für die Schamottsteine. Die Lücken an den Rändern werden ebenfalls mit Quarzsand ausgefüllt, so dass der Boden dicht ist.
Nun kommt der Schamottaufbau ins Fass. Dazu rührt man einen Tonmörtel aus Ton und Sand mit Wasser an. Ton in Pulverform gibt es ebenfalls beim Kaminbauer. Ich habe einen Sack gekauft und hatte hinterher noch massig übrig. Es gibt auch extra Schamottmörtel – entscheidet das mit eurem Geldbeutel. Mit einer Kelle den gut durchgerührten Mörtel auf die Schamottsteine auftragen und den Aufbau so ins Fass einbringen. Die Fugen von innen danach gut mit dem Mörtel zuschmieren:

Tonmörtel mit Schamott

Die Tür bleibt natürlich offen! Den Boden habe ich auch noch mit dem Tonmörtel bearbeitet, dass keine Fuge mehr zu sehen war.

Nun habe ich den Zwischenraum zwischen Fass und Ofenraum mit Quarzsand ausgefüllt. Man kann hier auch andere Substrate nehmen, die gut Wärme speichern und feuerfest sind. Allzu grobkörnig darf es aber auch nicht sein, denn Luft ist ein schlechter Wärmeleiter.

Tandoori Ofen

Wenn der Ofen einige Zeit (wer es vor Ungeduld aushält, gern ein paar Tage) getrocknet ist – ich habe kleine Trocknungsrisse immer wieder mit einem Pinsel nass gemacht und mit dem Finger verschmiert – darf der Ofen zum ersten mal eingebrannt werden:

Tandoori Ofen einheizen

Zum einbrennen (oder auch zum anheizen später) zunächst kleineres Holz, wie trockene Äste oder ähnliches wie zu einem Lagerfeuer aufbauen. Durch die Tür kann das Ganze dann entzündet werden. Der Ofen hat eine gute Kaminwirkung und brennt leicht los. Die Tür bleibt während das Feuer an ist immer offen! Ich habe herausgefunden, dass das Feuer wesentlich besser brennt, wenn ich auf den Boden ein Gitterrost stelle. So kommt mehr Luft in den Brennraum unter das Holz.

Nach kurzer Zeit kann man schon große Feuerholzstücke reinwerfen.  Ich werfe sie einfach oben durch das Loch – klappt prima. Beim ersten Mal kann es sein, dass das Feuer noch nicht ganz so gut in Schwung kommt. Das liegt daran, dass der Quarzsand noch feucht ist und damit die ganze Energie durch die Feuchtigkeit absorbiert wird. Je länger man aber den Ofen richtig gut aufheizt (gern mehrere Stunden befeuern), desto schneller trocknet der Sand und das Feuer wird heißer.

Ist der Sand einigermaßen trocken, ist der Ofen fertig und kann benutzt werden. Dazu feuert man den Ofen erstmal wieder richtig gut an – so 2 Stunden sind optimal. Ist der Ofen aufgeheizt, lässt man das Feuer runterbrennen. Wenn man mag, kann man sogar die Asche komplett rausnehmen, ich mache das allerdings erst später. Wenn nur noch Glut da ist, schließt man die Tür und es kann losgehen:

IMG_6215 Wurst im Tandoori

Ein besonderer Tipp ist folgender:

Bei einem Eisen- und Werkzeughandel habe ich mir Edelstahlstangen schneiden lassen. Das hat mich nur ein paar Euro gekostet. Diese habe ich zuhause noch angespitzt und mit schönen Holzgriffen versehen.

Tandoori Spieße

Auf diese Spieße kann man nun wunderbar Gemüse (Tomaten, Zucchini, Paprika, Zwiebeln…) usw. spießen und in den Ofen stellen. Nicht zu tief mit dem Gemüse aufhören, sonst verbrennt es unten. Es hat sich als gut erwiesen, zuunterst immer eine kleine Kartoffel aufzuspießen, damit nichts in die Glut rutscht.

Sind die Spieße im Ofen, kann man oben den Deckel aufsetzen, damit nicht so viel Hitze entweicht. Der Sand hat jetzt so viel Hitze gespeichert, dass noch Stunden später viel Hitze im Ofen sein sollte. Voraussetzung, die Tür sollte zu sein. Man kann in die Öffnung auch noch einen losen Schamottstein stellen.

Ein genial einfaches Rezept für Tandoori Chicken (für die Spieße):

Man nehme Hühnchenfleisch (z.B. Brust) und schneidet es in dünnere Streifen. Das Fleisch mariniert man nun in einer Mischung aus Joghurt und Tandoori Gewürz (nicht zu wenig Gewürz) – mehrere Stunden, oder sogar über Nacht. Mit Vakuum geht es etwas schneller (siehe Beitrag hier).

Das Fleisch danach aus der Marinade nehmen, salzen, und auf die Spieße aufspießen. Auch hier kann man Zwiebeln, Tomaten und anderes Gemüse dazu nehmen. Die Spieße sind im heißen Ofen innerhalb weniger Minuten gut durch. Das ist ein echter Spaß auf jeder Grillparty! Auch hier nehme ich wieder eine Kartoffel zum Abschluss auf den Spieß.

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Klimaanlage selber gebaut

Heute sind es draußen 40°C. Drinnen wird es auch immer wärmer, trotz geschlossener Fenster und Rollläden. Eine Klimaanlage wäre schön, doch selbst, wenn man sich kurzfristig entschließen sollte, eine zu kaufen: Andere waren schon schneller – die Regale mit den Klimaanlagen und Ventilatoren sind wie leer gefegt.

Da hilft nur Improvisation:

Klimaanlage aus handtüchern
selbst improvisierte Klimaanlage

Unter unseren Deckenventilator habe ich ein paar feuchte Handtücher aufgehangen. Selbst einen Wäscheständer musste ich improvisieren (2 Stühle und ein Babyabsperrgitter). Bringt zwar keine 10°C, aber man merkt eine deutliche Abkühlung.

Schönes dahinschmelzen… Was tut ihr so bei Hitze? Schreibt mir doch mal einen Kommentar oder besucht uns auf Facebook.

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Hochbeet selbergebaut

Ein Hochbeet ist eine feine Sache. Erstens kann man durch ihre erhöhte Position gut daran arbeiten, zweitens sieht es gut aus und drittens ist da ja noch der Hauptgrund, warum man ein Hochbeet unterhält: Der Aufbau. ( –> Video dazu <– )

Das Prinzip ist ganz einfach. Unter der ganzen Erde liegt verrottendes Material. Dieses gibt den Pflanzen Nährstoffe und bei kalten Temperaturen gibt der Zersetzungsprozess sogar noch Wärme ab.

Nun zum Aufbau. Die einfachste Variante: Man nehme 4 Bretter und schraube sie zu einem Rahmen zusammen. Der Rahmen sollte so groß gewählt werden, dass man überall noch gut ran kommt. Je höher die Bretter, desto mehr Material kann man später einfüllen. Das Minimum sind sicherlich 30cm – weniger wären ja kein Hochbeet mehr.

Hier ist der Rahmen aus Douglasienholz.
Hier ist der Rahmen aus Douglasienholz.

Wenn an der Stelle, wo das Hochbeet stehen soll, noch Rasen wächst, muss man nun die Grasnarbe entfernen oder umgraben.

Umgegraben

Wer in seinem Umfeld gern Besuch von Wühlmäusen oder Maulwürfen bekommt, kann nun ein Gitter auf den Boden legen (so ein Drahtzaun auf der Rolle eignet sich gut). Unkrautvlies eignet sich eher nicht, da ein Hochbeet guten Kontakt zum Boden braucht – zum einen wegen der Organismen, die den Kompost verwerten und zweitens die Würmer und Co., die unserem Beet gut tun.

Zu unterst kommt nun eine Schicht aus zerkleinertem Gartenabfall (zerhäckselte Äste, Blätter…).

Hochbeet - zerhäckselte Äste

 

Nun folgt eine Schicht Kompost. Dieser beschleunigt auch die Zersetzung der darunter liegenden Frischabfall Schicht. Für ein Hochbeet, was schon ganz früh im Jahr in Betrieb sein soll, müssen diese Schichten entsprechend dick sein und das Hochbeet eben höher als dieses hier. Auf dem Kompost folgt nun die Pflanzerde, die natürlich für die späteren Pflanzen passen sollte. Die einen Pflanzen mögen eher durchlässigere Böden, andere wiederum schwere Böden. Da sollte man schon Wert drauf legen und sich bei Bedarf beraten lassen. Kauf man die Erde im Fachhandel, bekommt man auch oft gute Tipps. Abraten möchte ich von Billig -Blumenerde. 2€ für einen 40L Sack ist einfach zu wenig. Ich habe das zwei Male nun ausprobiert – beim ersten Mal sah die Erde aus, wie geschredderte Pappe. Bei zweiten Versuch stank die Erde so bestialisch, dass sogar die Fliegen sofort angeschwirrt kamen.

Hochbeet Blumenerde

Wenn genug Erde eingefüllt ist, kann das Einpflanzen losgehen. Da ich dieses Jahr schon recht spät bin, habe ich mich für vorgezogene Gemüsepflanzen entschieden. So gibt es bei mir im Beet nun drei Sorten Tomaten, kleine und große Paprika, Peperoni, Zucchini, Einlegegurken und Kohlrabi.

Hochbeet mit Gemüse  Gurken  Paprika

Nun viel Spaß beim Selberbauen!

Weitere Seiten zum Thema:

Aus Hügelbeet mach Hochbeet

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Joghurt selber machen

Habt ihr schon mal Joghurt selber gemacht? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Joghurt selber machen ist relativ simpel. Man braucht nicht viele Zutaten und auch kein teures Equipment. Dennoch gibt es eine einfache und eine etwas aufwändigere (aber sichere) Methode.

Unsere Videoanleitung zeigt euch, wie es geht. Unten drunter gibt es die Anleitung auch zum lesen:

Alles was Ihr für die sichere Methode braucht ist:

– einen Topf, groß genug für die Menge an Joghurt, die Ihr machen wollt
– Milch (je mehr Fett, desto cremiger der Joghurt), Kuhmilch, Ziegenmilch… je nach Geschmack!
– einen Becher Naturjoghurt (am besten 3,5% Fett) als Starterkultur
– Thermometer
– evtl. Gläser oder Becher, um den fertigen Joghurt portioniert im Kühlschrank aufzubewahren

Vorbereitung der Milch:

Die Milch in den Topf geben und unter rühren (damit nichts anbrennt) auf ca. 90°C erwärmen. Wenn man die Milch nun ca. 5 Minuten bei 90°C warm hält, sind danach alle möglichen Fremdkeime abgetötet. Nun lässt man die Milch im Topf auf 50°C abkühlen. Gleichzeitig heizt man den Backofen schon mal auf 50°C vor (nicht wärmer).

Milch im Topf erwärmen
Milch abkühlen lassen auf 50°C

Jetzt wird Joghurt daraus:

Zu der warmen Milch kommt nun der Naturjoghurt. Als Richtwert würde ich pro 1L Milch immer einen kleinen Becher fertigen Joghurt hinzufügen. Nun füllt man die vorbereitete und geimpfte Milch in Portionsbehälter, wie kleine Gläser oder Becher.

Der Backofen bleibt noch etwa 30 Minuten auf 50°C eingeschaltet und wird dann ausgeschaltet. Die Bakterien aus dem Joghurt vermehren sich nun rasant und wandeln die restliche Milch ebenfalls in Joghurt um. Idealerweise setzt man den Joghurt abends an, dann kann er über Nacht reifen und man hat morgens etwas Leckeres zum Frühstück. Der Joghurt hält sich mit geschlossenen Behältern etwa 3-4 Tage im Kühlschrank, doch bei uns übersteht er selten den ersten Tag, dann ist er schon aufgegessen.

Und wie war das mit der einfachen Methode?

Milch in eine Schüssel, Joghurt rein, Tuch drüber, neben die Heizung stellen – auch das klappt meistens! Das Ergebnis im Backofen ist jedoch häufig besser.

Noch ein paar Tipps:

In der Zeit, wo der Joghurt reift, sollten die Behältnisse nicht bewegt werden, dann wird der Joghurt fester.

Der eigene Joghurt kann auch wieder als Starterkultur für den nächsten Ansatz benutzt werden.

Frischer Joghurt schmeckt am besten mit frischem Obst (aus dem eigenen Garten???), oder mit Müsli, Marmelade, Zucker, aber auch pur!

Auch eine tolle Variante nach griechischer Art: Joghurt mit Honig (idealerweise noch beides aus eigener Herstellung!)

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