Hyposensibilisierung gegen Bienengift -Allergie, ein Tagebuch

…natürlich gibt es hierzu, wie fast immer, auch ein Video auf meinem YouTube Kanal. Den ersten Teil findest Du hier!

Drei, vier Bienenstiche und dann ab ins Krankenhaus. Kribbeln in den Armen und Beinen, auf der Zunge, Ohrensausen und Kreislaufbeschwerden – das waren die Symptome bei meiner ersten allergischen Reaktion auf einen Bienenstich. Bis dahin hat jeder Stich nur ein wenig gebrannt und die Stichstelle ist 1 oder zwei Tage darauf etwas angeschwollen. Nicht so dieses Mal…

Wochen später steht fest: Ich bin hochgradig allergisch gegen Bienengift. Dies zeigt nicht nur ein erster „Pricktest“, sondern dann auch der Bluttest in der Hautklinik. Da hilft nur eins – eine Hyposensibilisierung. Dieser Versuch, den Körper an das Gift zu gewöhnen, ist nicht ganz ungefährlich und wird deshalb im Krankenhaus eingeleitet. Dazu erfolgt eine stationäre Behandlung über mehrere Tage, bei der über täglich mehrere Spritzen die Giftdosis nach und nach gesteigert werden soll. Genau diese Therapie habe ich nun soeben angetreten. Ich werde hier nun versuchen, für alle ebenfalls Betroffenen, oder Interessierten, ein Tagebuch darüber zu führen.

Tag 1, Montag
9:32Uhr, Ankunft in der Hautklinik

Puh, was ein Stress. Die Bahn streikt und die Autobahn war brechend voll. Auf den letzten Drücker komme ich in der Klinik an.
Zuvor habe ich nochmal die eMail gecheckt, die mir die Klinik vor Wochen zur Bestätigung geschickt hatte. Ich soll spätestens 9:30Uhr mit einer Einweisung vom Dermatologen dort „einchecken“. Leider hat mir mein Arzt nur eine „Überweisung“ mitgegeben – das merke ich natürlich erst JETZT! Super… also schnell beim Arzt anrufen – der hat heute zu, praktisch. Also ab zum Hausarzt. Der stellt mir nach etwas Wartezeit den benötigten Wisch aus.
Nun in der Klinik. Schnell zur Patientenaufnahme geeilt, vier Unterschriften und ab auf die Station. Dort ist es grade sehr voll und ich warte ca. 30 Minuten im Wartezimmer, bis mein Zimmer bereit steht.
Gehofft hatte ich auf ein 2 -Bett Zimmer (mit Meerblick), befürchtet hatte ich ein 4 -Bett Zimmer, geworden ist es dann ein 5 -Bett Zimmer, bislang mit 4 Personen belegt… Oh je! Also jetzt erstmal „häuslich“ einrichten für die kommenden 5 Nächte. Es gibt Kliniken, die machen das Programm in 3 Tagen, diese allerdings nicht. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlimm, unter Umständen sogar besser so.
Grade eben kam eine Dame und hat meine Menüwünsche für die nächsten Tage aufgenommen. Klingt ja sehr vielversprechend, ich bleibe mal zuversichtlich! Morgen gibt es Schweinerückensteak, übermorgen Penne Carbonara und Donnerstag Käsespätzle. Die Frage, oben ich heute auch etwas zu Essen bekomme, konnte sie mir nicht beantworten. Ich hoffe doch mal, denn wegen des Stresses heute Morgen habe ich noch nichtmal gefrühstückt!!! Nun harre ich der Dinge, die da kommen werden.

Keine Ahnung, was mich erwartet.

11:22Uhr – mein Magen knurrt. Ich hätte doch frühstücken sollen. Eine Krankenschwester (sagt man das heute noch?) versichert mir, man würde mich nicht verhungern lassen. Da bin ich ja beruhigt. Da ich nicht weiß, wie es hier weitergeht, arbeite ich an meinem Buch weiter. So viel Zeit wie in dieser Woche werde ich vermutlich nie wieder dafür übrig haben. Ich bin sehr froh, dass ich an meine Ohropax gedacht habe – zumindest ein Schnarcher liegt hier schonmal. Der übt bereits fleißig!

12:36Uhr – zurück im Zimmer
Soeben wurde ich zur Ärztin gerufen. Sie hat das Aufnahmegespräch mit mir geführt und mir alles sehr gut erklärt. Jeden Tag Spritzen, aber bislang hat das noch jeder gut vertragen. Nach den Spritzen, die über den Tag verteilt in die Oberarme gegeben werden, gibt es einen kühlenden Salbenverband und man bekommt allergiehemmende Tabletten.

Sobald ich die erste Spritze bekommen habe, darf ich die Station nicht mehr verlassen. Sie empfiehlt mir also, gleich nochmal runter zum Kiosk zu gehen, um mir dort etwas zu holen.

gesagt, getan… Großeinkauf a la Krankenhaus!

Juhu, es gab sogar Mittagessen. Jetzt bin ich eigentlich ganz zufrieden. Schön wäre es natürlich, wenn ich auch noch irgendwo ein wenig filmen könnte, sonst wird das hier nix mit einem Krankenhaus Video! 

Das schmeckt sogar ganz gut.

Jetzt warte ich auf die erste Spritze. Wenn es stimmt, was die Ärztin sagt, sollte heute noch keine richtige Reaktion zu erwarten sein. Warten wir es ab…

14:37Uhr – Kaffee ans Bett, Kuchen habe ich hier auch schon stehen. Läuft. Bislang noch keine Spritze…

15:05Uhr – die erste Injektion. Soeben kam der Pfleger und brachte mich zur Ärztin. Da bekam ich meine erste kleine Spritze in den Oberarm. Dann bekam ich einen Salbenverband und einen kühlenden Umschlag, wobei das bei dieser ersten Spritze wohl noch nicht nötig gewesen wäre, denn ich merke rein gar nichts! Ab jetzt gibt es stündlich wieder eine Spritze, abwechselnd mal links, mal rechts, heute insgesamt vier. Ich habe sogar ein Plätzchen gefunden, wo ich zwischendurch immer mal wieder ein kurzes Update auf Video festhalten kann. Mal sehen, ob ich auch nochmal woanders filmen darf. Ich werde das bei Gelegenheit nachfragen.

16:00Uhr – Nummer 2, dieses Mal der andere Arm. Kleiner Pieks, nichts Wildes. Keine Reaktion.

17:05Uhr – wir haben uns darauf geeinigt, dass ich selbstständig jede Stunde zur Ärztin gehe, um mir meine „Dröhnung“ abzuholen. Diesmal hat Sie mir mal den genauen Behandlungsplan gezeigt. Es gibt 4 unterschiedlich stark dosierte Fläschchen mit Bienengift. Aufgrund meiner Blutergebnisse wird daraufhin ein auf mich zugeschnittener Plan erstellt, wieviel und welche Spritzen man mir gibt.

So sehen die Ampullen mit dem Bienengift aus. Die mit dem roten Deckel sind unverdünntes Bienengift.

18:55Uhr – mit etwas Verspätung (Abendessen usw…) gabs grade Spritze Nr. 4. Wie gehabt, keine Reaktion bislang. Es macht sich bezahlt, dass ich mir im Vorfeld überlegt habe, was man hier alles machen könnte und für genug Aufgaben / Beschäftigung gesorgt habe. Der Tag ist daher relativ schnell umgegangen. Kann ich euch nur empfehlen.

Tag 2, Dienstag
7:20Uhr, Wecken
Guten Morgen… Mal abgesehen davon, dass das Krankenhausbett fürchterlich unbequem ist, habe ich doch relativ gut geschlafen – DANKE Ohrenstöpsel! Beschwerden an den Armen gibt es bislang noch keine. 

Alles da, was man braucht 

7:40Uhr – Frühstück ans Bett, jippie! Wie bestellt gab es Brötchen, Kaffee, Wurst und Käse. Was ein Service. Theoretisch könnte ich mich jetzt bis zur Visite nochmal hinlegen 😉 
Nach der Visite und vor meiner ersten Spritze darf ich evtl. doch nochmal runter zum Krankenhauskiosk – ein bisschen Zeug für Abends kaufen wäre bestimmt nicht schlecht, denn die Mahlzeiten kommen hier alle sehr früh.

9:30Uhr – Kioskeinkauf: Check!
10:00Uhr – die erste Spritze heute, wieder alles super.

11:00Uhr – oh, ich war zu langsam, die Ärztin kommt zu mir und ich bekomme die Spritze am Bett. 
11:33Uhr – langsam geht es los… wäre ja auch zu schön gewesen. Die zweite Spritze macht sich ganz leicht am Oberarm bemerkbar. Nicht schlimm, aber dennoch spürbar. Bienenstich light sozusagen.

14:45Uhr – Ups, da sind mir wohl die Augen zu gefallen… Spritze drei und vier habe ich auch schon bekommen. Durch die Cetirizin Tabletten bin ich anscheinend etwas müde geworden, aber wie das hier im Krankenhaus so ist: Kaum hat man die Augen zu, kommt entweder jemand zu Besuch, zum Blutdruck messen, oder wie grade eben – einen Kaffee bringen. Ist halt kein Luxus Hotel hier, aber vielleicht kann man ja mal ein „bitte nicht stören“ Schild an die Tür hängen 😉 Bei den Bettnachbarn ein ähnliches Bild. Kaum sind die Augen zu, klingelt das Telefon, oder Ähnliches…

Tag 3, Mittwoch
9:56Uhr – Arm juckt…
Sieben Uhr war heute wecken. Gestern war nichts Besonderes mehr. Die dritte Injektion von gestern merke ich heute etwas. Die Vierte komischerweise nicht, obwohl die viel stärker war. Ich bin gespannt, wie es morgen früh aussieht. Es gibt heute – wenn ich mich recht erinnere – „nur“ drei Spritzen. Die Ärztin ist grade noch beschäftigt und kommt nachher zu mir. Ich laufe ja nicht weg 😉 Den obligatorischen Gang zum Kiosk habe ich schon erledigt. 

14:00Uhr – die zweite Spritze heute: AUA! Man ey, voll in den Muskel… Naja, dabei war es nur gut gemeint, weil etwas weiter hinten am Arm noch die leichte Schwellung von gestern ist. Dafür hat diese Spritze richtig schön gebrannt im Anschluss. 

Kleine Abhandlung zu meinen „Mitbewohnern“ in dieser 5er WG…
Zunächst sind da die beiden – nennen wir sie mal „Statler & Waldorf“ (siehe Muppet Show) – die beiden 80 und 88 jährigen mit überstandener Hautkrebs OP. Sehr angenehme und eher ruhige Mitbewohner, aber einer der beiden hat eine sehr „kümmernde“ Familie. Also ist entweder ständig jemand zu Besuch, oder ruft genau dann an, wenn man grade am wegdösen ist. Der Andere ist schwerhörig und wird ständig beim Essen vergessen.
Gegenüber liegt noch jemand, der anscheinend auch nicht weiß, dass man bei Smartphones auch den Ton ausschalten kann. Als Viertes noch der „Unangenehme“. Ja, der Mann hat anscheinend Schmerzen, aber sein gesamtes Verhalten deutet darauf hin, dass er sich in der Rolle des unzufriedenen Leidenden sehr gut gefällt. Man könnte Bücher schreiben, über das, was auf Krankenhauszimmern so abgeht, aber da ich eh grade an zwei anderen Büchern schreibe, beende ich dieses Kapitel hier.

Tag 4, Donnerstag
9:07Uhr – gähn…
Das Wichtigste zuerst: Mit den Armen ist alles im Lot, lediglich ein wenig angeschwollen, wie nach einem Bremsenstich. Heute gibts da natürlich nochmal ein paar Ladungen drüber. Die Behandlung an sich ist echt nicht das Thema. Schlimmer empfinde ich jedoch das Krankenhaus an sich. Es sind manchmal nur die Kleinigkeiten, die logistisch nicht funktionieren. z.B. bekommt man anstatt 2 Frühstücksbrötchen nur eines. Das klingt wie eine Bagatelle, aber die 3 Mahlzeiten sind hier ja schon die Hauptattraktion und wenn da etwas nicht passt, schlägt das aufs Gemüt. Schlimmer sind aber Dinge wie ein sehr ungemütliches Krankenhausbett, was einen nachts nicht schlafen lässt, oder ein Zimmergenosse, dem man starke Abführmittel gibt, obwohl er nicht alleine aus dem Bett kommt. Mehr Details möchte ich hier jetzt nicht ausbreiten. 
Gleich kommt vermutlich die Visite und dann folgt der tägliche Gang zum Kiosk, wobei ich die Einkäufe von gestern noch hier liegen habe. Ich möchte ja schließlich am Samstag nicht hier raus rollen 😉

10:00Uhr – erste Spritze heute, die Menge wird größer! Heute bekomme ich insgesamt 3 Spritzen mit hohen Dosen Gift, bevor es dann morgen zum Abschluss noch die „Depot -Injektion“ gibt. Wenn ich alles wie geplant gut vertrage, darf ich am Samstag Morgen nach Hause.

14Uhr – müde, sooo müde. Die Nächte mit unruhigem Schlaf machen sich bemerkbar, dazu die Allergietabletten. Ich warte eigentlich die ganze Zeit darauf, dass die Ärztin Zeit für meine zweite Spritze hat…
14:20Uhr – war klar. Da leg ich mich grade senkrecht, da kommt die Ärztin rein mit der Spritze!
15:30Uhr – wow. Da habe ich schön eine Stunde geschlafen. Ich hatte mir Entspannungsmusik auf meine Airpods gelegt – besser gesagt 432Hz Musik, das hat Wunder bewirkt. Dann bin ich aufgestanden, um mir meine 3 Spritze zu holen, da sagt mir die Ärztin „nee, heute gibt es nur zwei!“ – welch Freude.

Heute Morgen ist übrigens „Statler“ ausgezogen. Aktuell sind wir also „nur noch“ vier auf dem Zimmer. 

Arme wie Popeye? Bisher kaum.

Tag 5, Freitag
9:43Uhr – gut geschlafen, Endspurt!
Ja, nachdem ich heute Nacht mal wirklich gut geschlafen habe, sehe ich dem letzten ganzen Tag sehr positiv entgegen. Gleich gibt es noch eine letzte Spritze mit der „Depot -Dosis“ – was auch immer das bedeutet. Auf jeden Fall wird das die stärkste Dosis sein, die ich hier bekomme. 

10:40Uhr – die letzte Spritze! Ich lebe noch. Ab jetzt sitze ich die Zeit bis morgen früh nur noch ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jetzt noch irgendeine stärkere Reaktion auftritt. 
Grade eben kam noch die Dame, die das Essen für die kommenden Tage aufnimmt. Ich stand schon nicht mehr auf der Liste. Sehr gut!

Tag 6, Samstag
6:04Uhr – ich kann nicht mehr liegen!
Ich werde wach, mein Rücken tut weh – blödes Krankenhausbett! Anscheinend wird auf dem Flur grade jemand eingeliefert, der Schmerzen hat. Bis der ruhig gestellt ist, kann ich nicht mehr schlafen. 
Kurz nach sieben kommt die Krankenschwester, um nochmal den Blutdruck, Puls und die Temperatur zu messen. Same procedure as every day… Ich frage nach, ob sie mir schonmal diesen „Zugang“ entfernen könne – nein das ginge nicht, denn fall mir jetzt noch was passiert, wäre das ja nicht gut. Meine Arme sind ja nichtmal mehr geschwollen, was soll da schon noch passieren? Egal, auf die zwei Stunden kommt es jetzt auch nicht mehr an.
7:35Uhr – Taschen sind gepackt. Ich sitze jetzt hier auf den gepackten Taschen und tippe die letzten paar Zeilen hier. Gleich geht es hoffentlich schnell nach Hause. Da wartet meine Familie mit einem Brunch auf mich. 

Zusammengefasst:
Die Behandlung an sich war nicht schlimm. Die Spritzen sind sehr gut auszuhalten, teilweise hab ich sie garnicht bemerkt. 
Die Situation im Krankenhaus ist schon etwas speziell… Das muss ich nicht öfters haben. Da sollte ich beim nächsten Mal vielleicht vorsorgen! 

Ich hoffe, dieses Tagebuch hat dem Einen oder Anderen geholfen.  Falls Du gern meine Projekte unterstützen möchtest, so darfst Du gerne etwas spenden:

Grapefruitkernextrakt – Betrug oder Wundermittel?

Es liest sich im Internet recht wunderbar und auch viele YouTube Videos preisen die überragenden Eigenschaften des Grapefruitkernextraktes (GKE) als Wundermittel gegen allerlei Zipperlein an. So soll es zum Beispiel gegen Bakterien, Viren und Pilze wirken und zwar sowohl innerlich, als auch äußerlich.
Die einen schwören auf die Einnahme bei ersten Erkältungsanzeichen. Die nahende Erkältung würde „wie im Nu“ wieder verschwinden. Andere berichten über große Erfolge bei (Candida) Pilzinfektionen. Hier könne man das Mittel innerlich und äußerlich gut anwenden.

Was steckt nun hinter diesem Mittelchen? Eine Studie untersuchte die Wirksamkeit von 6 GKE Produkten, darunter auch die 2 namhaftesten. Das Ergebnis war jedoch ziemlich ernüchternd. Hatten doch zunächst 5 der 6 Produkte eine gewisse Wirkung auf die Testkulturen gezeigt, stellte sich später heraus, dass genau diese 5 Produkte bestimmte Konservierungsmittel (z.B. Benzethoniumchlorid) enthielten, welches sich als genau die Zutat herausstellte, die für die antibiotischen Eigenschaften des GKE verantwortlich sein dürfte. Das 6. Mittel im Test – ganz ohne Konservierungsstoff – zeigte keinerlei Wirkung auf die Testkulturen.

Da ein solcher Test natürlich wieder viele Kritiker hervorruft, die verschiedene Mängel an diesem Test kritisierten und sogar die „Pharmalobby“ bezichtigte, diese Studie gekauft zu haben, steht es nun Aussage gegen Aussage bei beiden Lagern.

Grund genug für mich, es selber einmal auszuprobieren!

Zunächst besorgte ich mir ein Mittel, welches im Internet vorwiegend positive Kritiken erhalten hatte. Ich achtete auch darauf, dass (zumindest Herstellerseitig versprochen) keine Konservierungsmittel á la Benzethoniumchlorid enthalten sind. Dann startete ich meinen Selbstversuch.

Gleich zu Anfang nahm ich die empfohlene Dosis von 3 x 15 Tropfen pro Tag ein. Das Ergebnis: Ein plötzlicher Durchfall aus heiterem Himmel – kurz nach der dritten Einnahme. Eine kurze Recherche im Internet brachte mich hier weiter: Es solle sich dabei um eine sog. „Heilkrise“  handeln, also quasi durch den massenhaften Tod zahlloser Keime und Viren ausgelöster Entgiftungsprozess meines Körpers. Ergo: Nicht gleich die volle Dosis des GKE einnehmen, sondern täglich steigern.

Gesagt, getan. Also begann ich erneut – zunächst mit 3 x 5 Tropfen, immer in einem Glas Wasser, oder mit dem Saft einer frisch gepressten Orange zusammen, die bitteren Tropfen einzunehmen. Am besten zu einer Mahlzeit. Nach wenigen Tagen war ich bei der empfohlenen Dosis von 3 x 15 Tropfen angelangt.

Was merkte ich aber nun? Eigentlich merkte ich nichts. Das könnte nun ein positives, aber auch ein negatives Ergebnis sein. Ich möchte gern, dass es positiv ist, denn schließlich bin ich ja nicht krank geworden in diesen 3 Wochen. Um mich herum gab es unzählige Schnupfnasen und auch eine Noro Virus -Welle, doch bislang blieb ich davon verschont. Zufall?

Um der Sache etwas mehr Evidenz zu geben, beschloss ich, ein Experiment zu starten. Laut Hersteller und gewissen YouTube Videos, wirkt GKE teilweise sogar zur Desinfektion gegen MRSA (multiresistente Keime, Krankenhauskeime) eingesetzt. Es sollte doch also mit einem einfachen Experiment auf Bakterien oder andere Kulturen herauszufinden sein, ob es eine Wirkung gibt, oder nicht.

Das Experiment:

Ich besorgte mir zunächst 10 sterile Petrischalen. Diese bestückte ich mit einer selbst hergestellten Agar Agar Nährlösung, nach folgendem Rezept:

Für die ersten 5 Plättchen stellte ich die Nährlösung aus Brühepulver, ein wenig Hunde -Trockenfutter und einer Messerspitze Traubenzucker, gelöst in kochendem Wasser her, in das dann ein halber TL Agar Agar Pulver aufgelöst und aufgekocht wurde.

Nach dem selben Prinzip stellte ich für die anderen 5 Petrischalten eine Lösung aus Kartoffelstärke und Traubenzucker her. Diese Lösung färbte ich mit Lebensmittelfarbe noch rosa ein, um einen deutlicheren Unterschied (auch für die Video Dokumentation) zu schaffen.

Weil ich so oder so keine sterilen Bedingungen schaffen könnte, beschloss ich, einfach einen bunten Strauß aus allerlei Haushaltskeimen zu sammeln und damit die Nährböden zu kontaminieren – Hauptsache möglichst  gleichmäßig, um einen späteren Vergleich zu ermöglichen.

Mit Wattestäbchen, die mit Leitungswasser befeuchtet wurden, nahm ich Proben u.A. von mehreren Handy Displays, einer Toilette und Toilettenbürste, Türklinken, einer Schimmelkultur und von meiner Haut.

Diese unterschiedlichen Wattestäbchen gab ich zusammen in ein wenig lauwarmem Leitungswasser und ließ sich alles zusammen gut eine Stunde vermischen.

Mit je einem frischen Wattestäbchen pro Kultur übertrug ich nun die kontaminierte Lösung auf jedes einzelne Nährmedium, so dass jede Petrischale in etwa die Selbe Kontamination aufweisen dürfte.

Die Petrischalen wurden nummeriert (1-5) und dann nach folgendem Schema behandelt:

Nr. 1: Referenzschälchen, nur mit Leitungswasser besprüht.
Nr. 2: 15 Tropfen GKE auf 150ml Leitungswasser
Nr. 3: ca. 65-70 Tropfen GKE auf 70ml Leitungswasser
Nr. 4: jeweils einen halbierten Grapefruitkern und ein Häufchen gehackter Grapefruitkern (und Teile der weißen Haut)
Nr. 5: wurde mit Haushalts -Desinfektionsmittel besprüht

Obige Behandlung führte ich parallel auf beiden Nährmedien durch.

Die Petrischalen packte ich (jeweils die 5 zusammengehörigen) in einen Plastikbeutel und stellte die Pakete so in die Nähe einer Heizung, wo sie ständig Temperaturen um 30°C ausgesetzt sein würden.

Schon am 2. Tag nach dem Ansatz war ein gewisser „Geruch“ im Raum mit den Petrischalen wahrnehmbar…

Folgendes Ergebnis war nach 2 Tagen zu sehen:

Nährmedium (rosa) – Kartoffelstärke

Probe 1 (Referenz)

Probe 2

Probe 3

Probe 4 (mit Grapefruit Kern)

Probe 5 (Desinfektionsmittel)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem zweiten Nährmedium (Brühe) war außer dem Geruch noch nichts Wesentliches zu beobachten.

Weitere zwei Tage später (zu sehen im Video Teil 2) sah es noch fast genau so aus. Anhand der obigen Bilder könnte man sicherlich als Experte ein paar Schlüsse ziehen. Falls Sie zu dieser Gruppe Experten gehören, dürfen Sie hier natürlich gern einen Kommentar hinterlassen.

Meine Beobachtungen und ein Versuch der Interpretation:

Auf dem ersten Petrischälchen hat sich auf dem Nährboden vollflächig  eine feucht -schleimige Schicht gebildet. Darunter sind nur wenige weiße Erhebungen (Bakterienstämme?) zu erkennen. Vermutlich überlagerd das, was diesen Schleim verursacht, alle weiteren Keime.

Von allen 5 Schälchen ist Nummer 2 diejenige, mit dem geringsten Wachstum von dem alles überwucherndem Pilzgeflecht. Dafür zeigen sich zahlreiche unterschiedliche Kulturen.

Auf Nummer 3 sind deutlich weniger weiße Knubbel zu erkennen und der weiße Pilzteppich überwiegt (ähnlich wie bei Nr. 5, mit dem Desinfektionsmittel).

Bei Nr. 4 – dem Plättchen mit dem halben Grapefruit Kern und den Kernstückchen – überwiegt auch hauptsächlich der Pilz und es wachsen nur wenige Bakterien.

Anscheinend gibt es tatsächlich einen deutlichen Unterschied zwischen den einzelnen Plättchen. Ich hatte mir jedoch ein – auch für Laien besser erkennbar – deutlicheres Ergebnis erhofft.

Ich werde hier weitere Erkenntnisse veröffentlichen, sobald ich welche habe!

 

Salami selber machen – Rezept

Du hast genug von der ganzen Chemie in deiner Wurst? Du möchtest genau wissen, was alles in deiner Wurst enthalten ist? Da hilft nur Eines:

Selber Wurst / Salami herstellen!

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie das geht. Zuhause, mit relativ wenig Materialeinsatz und dazu noch ganz einfach.

Zunächst die Zutaten:

Als Fleisch eignet sich besonders gut Schweinenacken (ja, ich weiß, ECHTE Salami wird mit Rind hergestellt – dann nimm halt Rind stattdessen, ich nehme hier Schwein). Zu dem Schweinenackenfleisch kommt noch 10% Rückenspreck / Rückenfett – das gibt später die weißen Fettstückchen in der Salami. Diese sind sehr wichtig für den Geschmack und die Konsistenz einer Wurst. Kaufst Du also 1kg Schweinenacken, brauchst Du 100g Rückenfett.

Gewürze:

Die Gewürze sind natürlich Geschmacksache, daher hier nur ein Vorschlag. Du kannst natürlich immer gern experimentieren und Dinge weglassen oder hinzufügen. Was Du allerdings UNBEDINGT brauchst ist:

(Alle Angaben für jeweils 1kg Fleisch – also einfach hochrechnen)

Jetzt noch weitere Gewürze, hier ein Vorschlag:

  • 2g Knoblauchpulver
  • 1g Kümmelpulver
  • 0,5g Muskatnusspulver
  • 3g Pfeffer

Für die weiteren Arbeiten brauchst Du:

Zubereitung: – jetzt gehts los!

Das Fleisch in kleine, fleischwolfgerechte Stücke Schneiden (Nacken und Fett). Nun diese Fleischwürfel in die Gefriertruhe stellen, bis sie kurz vor dem einfrieren sind (etwa 30min – 1Stunde). Die Schnecke des Fleischwolfes darf auch in den Froster solange.

In der Zwischenzeit die Gewürze abwiegen (besonders das Pökelsalz und die Dextrose sorgfältig wiegen!) und die Därme nach Anleitung vorbereiten. Die Naturin -Därme sollen vorher min. 30 Minuten in eine Lösung aus 1L Wasser und 150g Salz eingelegt werden, damit sie später haltbar sind.

Danach das Fleisch aus dem Froster holen und sehr gründlich mit den Gewürzen mischen. Nun das Fleisch durch den Fleischwolf geben (mit der gewünschten Scheibe wird die Feinheit der Salami nun vorbestimmt) – ich wähle bei mir die mittlere Lochscheibe aus.

Das nun entstandene Fleisch Hack, also die Wurstmasse sehr gründlich durchmengen, so dass die Gewürze nochmals verteilt werden und die Masse gut zusammenklebt – sonst gibt es später Luftblasen in der Wurst und das wäre fatal.

Die Masse zu Kugeln formen und mit Schwung in den Wurstfüller geben – jetzt schon darauf achten, dass keine Luft in der Masse ist. Mit dem Wurstfüller die Därme nach und nach stramm, aber nicht zu stramm füllen und mit dem Wurstgarn verschließen. Jede Wurst mehrfach mit einem Wurstpiekser (o.Ä.) einstechen, dass eventuell vorhandene Luft noch entweichen kann.

Nun soll die Wurst aufgehangen werden, so dass die Umrötung durch das Pökelsalz stattfinden kann. Dabei darf die Wurst aber nicht zu schnell trocken werden. Ideal wäre eine Luftfeuchtigkeit zu Beginn bei 90%, die sich nach und nach langsam absenkt. Wer einen Reifeschrank besitzt hat es hier leichter. Ansonsten kann man auch in den ersten paar Tagen die Wurst mit einem feuchten Tuch behängen, welches man täglich wechselt und mit abgekochtem Wasser neu befeuchtet. Man kann auch die Wurst mit abgekochtem Wasser besprühen, 1x täglich.

Mag man seine Salami geräuchert, kommt diese nach etwa 7 Tagen für mehrere Durchgänge in den Kaltrauch. Ansonsten lässt man die Wurst einfach reifen und weiter trocknen. Nach etwa 7-8 Wochen erhält man so eine (hoffentlich ) perfekte Salami.

Guten Appetit. Lasst mal ein paar Bilder sehen!

 

Futterrüben für Milchkühe

Futterrüben weisen eine hohe Energiedichte auf und können gut als Ausgleichsfutter in der Rinderzucht verwendet werden. Sie sind relativ kalorienarm, dafür aber sehr schmackhaft, sodass sie von den Tieren gerne gefressen werden. Die Futterrübe hat nur geringe Anforderungen an die Bodenqualität und kann auch gut vom Landwirt selbst angebaut werden.

Strukturarme aber energiereiche Futterrüben als Milchkuhfutter

Für lange Zeit waren Futterrüben aus der Milchkuhfütterung verschwunden. Nach und nach kommen sie zurück und werden von immer mehr Landwirten verwendet. Das ist auch kein Wunder, denn sie bringen viele positive Eigenschaften mit sich. Futterrüben sind reicht an Zucker und liefern viel Energie. Sie sind allerdings strukturarm. Deswegen sollten Sie unbedingt mit einem geeigneten Strukturfutter, beispielsweise aus Getreide kombiniert werden. Futterrüben sind nicht frostfest. Sie faulen nach dem Auftauen. Sie sollten also in Silos gelagert werden, die eine Temperatur von mindestens 5 Grad Celsius garantieren.

Entmineralisierung verhindern

Futterrüben sind für Kühe leicht zu verdauen. Sie verfügen über einen hohen Feuchtigkeitsgehalt und sind deswegen wichtige Wasserlieferanten für die Kühe. Bedenken Sie, dass es durch die hohe Flüssigkeitszufuhr zu einer Entmineralisierung kommen kann. Durch Hinzufügen von Futterkalk können Sie diesen Effekt verhindern. Wenn Sie Futterrüben in Eigenregie anbauen, können Sie Geld sparen und so den vergleichsweise günstigen Milchpreis ausgleichen.

Eine ausgewogene Ernährung für Milchkühe

Futterüben können immer nur ein Teil der Ernährung von Milchkühen sein. Nur durch die optimale Mischung aus verschiedenen Komponenten bieten die Kühe eine hohe Milchleistung. Auf agrarnetz.com erfahren Sie, wie Sie eine gesunde Ernährung mit allen wichtigen Inhaltsstoffen zusammenstellen können.

Ein Beitrag von Agrarnetz.com

Bogenbau Projekt / Langbogen selber gebaut

Hi Leute,

in den kommenden Tagen werde ich euch ein paar Videos hochladen, in denen ich euch die Ergebnisse meines „ich baue mir einen eigenen Langbogen“ -Projekts vorstelle.
Eines sei aber schon mal verraten: Es ist richtig gut geworden!

Ich packe euch alle Videos in diese Playlist rein:

 

Bienenbeuten vor Diebstahl schützen

Angst vor Diebstahl

Die Angst vor dem Verlust unserer Bienenvölker durch entweder Diebstahl oder Vandalismus steckt wohl in allen Imkern. Gerade zur heutigen Zeit, in der immer wieder Horrorbilder von zerstörten oder leergeräumten Bienenständen durch das Internet geteilt werden, beschäftigt man sich doch sehr damit.

Die Angst geht dann sogar so weit, das manche Imker es scheuen, mit den Bienen in den Raps zu wandern, weil dann die Beuten teilweise auf den „Präsentierteller“ angeboten werden.

Die Lösung

 


(Video zum Thema)

Was wäre, wenn wir es den Bienen -Dieben aber wesentlich schwerer machen könnten, unsere Bienen zu stehlen? Das hätte doch was.

Ich habe dazu eine relativ einfache Konstruktion entwickelt, die einfach anzubringen ist, aber den Aufwand für einen Bienen- oder Honigdieb deutlich erhöht. Klar, mit genügend krimineller Energie und einem hohen Aufwand, bekommt man jedes Schloß und jedes Sicherheitssystem überwunden, aber irgendwann ist der Aufwand einfach nicht mehr gerechtfertigt.

Das System besteht aus 2 Ösen, die von innen an die vorhandenen Blechdeckel angenietet werden. An diesen Ösen kann man nun eine Kette, die unter dem Boden des Volkes herum führt, per Vorhängeschloss anschließen. Befestigt man nun noch den Boden der Beute per Schrauben (von innen) am Beutebock oder der Europalette, dann ist ein einfaches Wegtragen oder öffnen der Beuten nicht mehr möglich.

In meinem YouTube Kanal „Der Selbermacher Blog“ könnt ihr das Beutenschloss in Aktion sehen.

Falls Ihr Interesse haben solltet, solch ein System (Deckel + Kette + Schlösser) zu erwerben, so werde ich mal eine Sammelbestellung organisieren. Kontaktiert mich dazu einfach unter:

info@derselbermacherblog.de

Sauerteig selber machen

Ich habe für euch ausprobiert, Sauerteig selber herzustellen. Das ist garnicht so schwer und lohnt sich.

Damit Ihr es leicht nachmachen könnt, habe ich eine kurze Anleitung verfasst, die Ihr hier herunterladen könnt.

Download Rezept: Sauerteig Kurzanleitung (PDF)

Hier das Video dazu:

Gefällt euch das? Sagt danke:

Milch pasteurisieren ganz einfach selber

In einem der letzten Beiträge habe ich euch gezeigt, wie man aus Rohmilch Butter herstellen kann. Den Rest der Rohmilch, die dabei übrig bleibt, kann man natürlich weiter verwenden. Manchmal ist es ratsam, die Rohmilch vor dem Verzehr zu pasteurisieren, um etwaige Keime abzutöten. Insbesondere in Haushalten mit kleineren Kindern, älteren Menschen, oder immunschwachen Personen sollte man die Rohmilch pasteurisieren.

Wie das geht, zeige ich euch in diesem Video:

Wenn Ihr kein Video ansehen möchtet, hier die Kurzanleitung:

Milch in einem Topf geben und unter ständigem Rühren auf 72-74°C erwärmen, Temperatur  min. 15 Sekunden halten, dann Milch im Wasserbad abkühlen – fertig!

Alternativ kann man auch mit 65°C und 30 Minuten die Milch pasteurisieren (entkeimen), aber das ist aufwändiger als die o.g. Methode.

Hat euch der Beitrag gefallen? –>

Butter selber machen (aus Rohmilch)

Heute geht es darum, aus frischer Rohmilch – direkt vom Bauernhof – Butter herzustellen. Ich benutze dazu ein Set mit dem Namen „DerButterer®“, mit dem die ganze Angelegenheit sehr einfach von der Hand gehen soll.
Die Milch habe ich bei einem hiesigen Landwirt aus seinem „Milchautomaten“ gezapft, in den täglich frische Rohmilch gefüllt wird.

In diesem Video könnt Ihr den Prozess und das leckere Ergebnis ansehen:

Gefällt euch, was Ihr seht? Dann lasst doch mal ein kleines Dankeschön da: