Grillfleisch marinieren mit Vakuum

Wer Wert auf gutes Fleisch beim Grillen legt, der geht entweder zum Metzger seines Vertrauens, oder mariniert ein gutes Stück Fleisch eben selber.

Das Anleitungs -Video findest du –> HIER <– und ganz unten…

Dazu muss man eigentlich nur eine Regel beachten: Das Salz kommt erst später! Wenn man das Fleisch schon vorher salzt, entzieht das Salz dem Fleisch die Flüssigkeit und wird trocken.

Fleisch marinieren

Grundsätzlich wählt man für das Marinieren von Grillfleisch ein gutes Öl als Grundlage. Das Öl sollte natürlich zum Braten (also auch zum Grillen) geeignet sein. Ich verwende hier Rapsöl. Das enthält sehr viel Ölsäure und kann Hitze gut ab. Das Öl in eine Schale füllen und nun nach Belieben und Geschmack die Gewürze hinzufügen – nicht zu knapp! Ich kombiniere meistens einige der folgenden Zutaten:

Paprikapulver, Chayenne Pfeffer, Pfeffer (verschiedene Sorten), Knoblauch, verschiedene Kräuter (Rosmarin, Thymian, Basilikum, Oregano… – möglichst frisch aus dem Garten), Schnittlauch, Zwiebeln, Honig, Senf, Ingwer, Curry…

Eurer Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Das gewaschene und trocken getupfte Grillfleisch wird nun mit der Mischung bestrichen. Wer kein Vakuumierer zur Verfügung hat, gibt nun das Fleisch zum marinieren in einen Kunststoffbeutel oder eine Schüssel mit Deckel und dann in den Kühlschrank. Man darf ruhig so 4-5 Stunden warten – gern länger.

Wenn man nun doch einen Vakuumierer sein Eigen nennen darf, geht das marinieren noch deutlich schneller. Man lege das vorbereitete Fleisch in einen geeigneten Vakuumbeutel (auch hier kann man noch Thymian oder Rosmarinzweige beilegen) und vakuumiere den Beutel dann ein. Die restliche Marinade kann man auch noch mit hinzufügen, wenn das Vakuumiergerät eine Vorrichtung zum Auffangen von überschüssiger Flüssigkeit hat. Billige Geräte würden sonst zerstört.
Im Kühlschrank ist das Fleisch dann in einem Bruchteil der üblichen Zeit gut durchgezogen, hält sich aber zur Not auch noch länger, weil ja keine Luft mehr dran kommt. Beachten sollte man, dass spitze Knochen im Fleisch (siehe Video) den Beutel verletzen können und dann kein Vakuum mehr vorhanden ist.

Vor dem Grillen sollte man das Fleisch einige Zeit bei Raumtemperatur liegen lassen, sonst wird es auf dem Grill zäh.

Guten Appetit.

Bienenkiste – das erste Mal geöffnet

Wir möchten bald unseren eigenen Honig ernten. Dazu haben wir uns vor ca. 6 Wochen einen Bienenschwarm „besorgt“ und ihn in eine Bienenkiste einlogiert.

— > Hier gehts zum passenden Beitrag über das einlogieren des Schwarmes.

Bewusst haben wir uns für die wesensgemäße Bienenhaltung in der Bienenkiste entschieden.

Bienenkiste

Heute, nach ca. 6 Wochen, öffne ich die Kiste nun zum ersten Mal, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Ich habe dazu ein kleines Video gemacht:

 

Eine Bienenkiste wird bevölkert

Wir haben uns dazu entschieden, selber Bienen zu halten und das möglichst wesensgemäß – was auch immer das bedeuten mag! Dazu fanden wir „Die Bienenkiste„, haben uns in die Thematik eingelesen und lange damit beschäftigt.

Die Bienenkiste habe ich dann als Bausatz im Internet bestellt und noch im Winter zusammengebaut. Im Frühjahr 2015 war dann alles vorbereitet und die Bienen konnten kommen.

Über eine Schwarmbörse im Internet können gleichgesinnte Bienenkisten -Imker und solche, die es noch werden wollen, Bienenschwärme anbieten und bekommen. Ich hatte Glück, dass ich schon im Mai einen schönen und starken Schwarm angeboten bekam.

Beim „einlaufen lassen“ der Bienen in ihr neues Zuhause habe ich eine Kamera laufen lassen, damit ich mir das später nochmal ansehen kann:

Ein paar Fehler würde ich allerdings beim nächsten Mal vermeiden. Zunächst sind mir die Bienen größtenteils unter das Brett abgehauen, was ich als Rampe zum Flugloch angelegt hatte. Ich musste also das Brett entfernen, was nicht ganz so leicht war. Also: Ränder nass sprühen!
Zweitens würde ich sicherlich ein wenig früher anfangen, denn es wurde zum Ende hin schon dunkel. Eine kleine Abordnung Bienen hatte sich an unseren Dachgiebel gesetzt und war dort nicht wegzubekommen (zu hoch). Ich hatte Sorgen, dass sie nun über Nacht den Weg nicht fänden und dann etwas passiert. Glücklicherweise hingen sie am nächsten Morgen noch dort und sind dann mit Licht auch in die Kiste eingezogen.

Bienenkiste
Bienenkiste mit Kamerakasten

Schaut euch auch das Video der ersten Inspektion nach 6 Wochen an!

Weitere Infos:

mein Beitrag zur Planungsphase (andere Webseite)
Live Bilder aus meiner Bienenkiste (Achtung, Seite lädt langsam)

Joghurt selber machen

Habt ihr schon mal Joghurt selber gemacht? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Joghurt selber machen ist relativ simpel. Man braucht nicht viele Zutaten und auch kein teures Equipment. Dennoch gibt es eine einfache und eine etwas aufwändigere (aber sichere) Methode.

Unsere Videoanleitung zeigt euch, wie es geht. Unten drunter gibt es die Anleitung auch zum lesen:

Alles was Ihr für die sichere Methode braucht ist:

– einen Topf, groß genug für die Menge an Joghurt, die Ihr machen wollt
– Milch (je mehr Fett, desto cremiger der Joghurt), Kuhmilch, Ziegenmilch… je nach Geschmack!
– einen Becher Naturjoghurt (am besten 3,5% Fett) als Starterkultur
– Thermometer
– evtl. Gläser oder Becher, um den fertigen Joghurt portioniert im Kühlschrank aufzubewahren

Vorbereitung der Milch:

Die Milch in den Topf geben und unter rühren (damit nichts anbrennt) auf ca. 90°C erwärmen. Wenn man die Milch nun ca. 5 Minuten bei 90°C warm hält, sind danach alle möglichen Fremdkeime abgetötet. Nun lässt man die Milch im Topf auf 50°C abkühlen. Gleichzeitig heizt man den Backofen schon mal auf 50°C vor (nicht wärmer).

Milch im Topf erwärmen
Milch abkühlen lassen auf 50°C

Jetzt wird Joghurt daraus:

Zu der warmen Milch kommt nun der Naturjoghurt. Als Richtwert würde ich pro 1L Milch immer einen kleinen Becher fertigen Joghurt hinzufügen. Nun füllt man die vorbereitete und geimpfte Milch in Portionsbehälter, wie kleine Gläser oder Becher.

Der Backofen bleibt noch etwa 30 Minuten auf 50°C eingeschaltet und wird dann ausgeschaltet. Die Bakterien aus dem Joghurt vermehren sich nun rasant und wandeln die restliche Milch ebenfalls in Joghurt um. Idealerweise setzt man den Joghurt abends an, dann kann er über Nacht reifen und man hat morgens etwas Leckeres zum Frühstück. Der Joghurt hält sich mit geschlossenen Behältern etwa 3-4 Tage im Kühlschrank, doch bei uns übersteht er selten den ersten Tag, dann ist er schon aufgegessen.

Und wie war das mit der einfachen Methode?

Milch in eine Schüssel, Joghurt rein, Tuch drüber, neben die Heizung stellen – auch das klappt meistens! Das Ergebnis im Backofen ist jedoch häufig besser.

Noch ein paar Tipps:

In der Zeit, wo der Joghurt reift, sollten die Behältnisse nicht bewegt werden, dann wird der Joghurt fester.

Der eigene Joghurt kann auch wieder als Starterkultur für den nächsten Ansatz benutzt werden.

Frischer Joghurt schmeckt am besten mit frischem Obst (aus dem eigenen Garten???), oder mit Müsli, Marmelade, Zucker, aber auch pur!

Auch eine tolle Variante nach griechischer Art: Joghurt mit Honig (idealerweise noch beides aus eigener Herstellung!)

Herzlich Willkommen!

Hier entsteht gerade eine Webseite zum Thema Selbermachen!

Du findest hier bald Anleitungen zum Bier brauen, Brot backen, Pilze züchten, Seife kochen, Sauerkraut herstellen, und vieles mehr!

Besuch uns doch einfach regelmäßig, dann kannst du uns beim Wachsen zuschauen.

Bis bald.
Der Selbermacher