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Butter selber machen (aus Rohmilch)

Heute geht es darum, aus frischer Rohmilch – direkt vom Bauernhof – Butter herzustellen. Ich benutze dazu ein Set mit dem Namen „DerButterer®“, mit dem die ganze Angelegenheit sehr einfach von der Hand gehen soll.
Die Milch habe ich bei einem hiesigen Landwirt aus seinem „Milchautomaten“ gezapft, in den täglich frische Rohmilch gefüllt wird.

In diesem Video könnt Ihr den Prozess und das leckere Ergebnis ansehen:

Gefällt euch, was Ihr seht? Dann lasst doch mal ein kleines Dankeschön da:

 

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Rezept: Zitronenmelissen Limonade

Draußen ist es brülle heiß und nach der ganzen Gartenarbeit brauchst du eine kleine Erfrischung? Dann pflück Dir doch einfach mal so 5-6 Blätter von der Zitronenmelisse (Minze, etc… geht auch). Dann gebt die frischen Blätter zusammen mit etwa 300ml kühlem Wasser in einen Mixer. Mixt das Ganze so lange durch, bis die Blätter schön zerkleinert sind und sich fast aufgelöst haben.

zitronenmelisse

Wenn Ihr mögt, dann filtert ihr dies nun durch einen Kaffeefilter oder ein Küchenpapier. Süßt die Limo nach Bedarf (nicht zu viel), entweder mit Zucker, Süßstoff oder Honig.

Prost!

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Weizengras -Smoothie (selbst angebaut)

Wer sich über Weizengras – oder auch Gerstengras – schlau macht, wird feststellen: Das Zeug muss einfach extrem gesund sein! Allen Skeptikern hier nur ein kleiner Denkanstoß:

Große Weidetiere, wie Kühe oder Bisons, fressen in wesensgemäßer Haltung ausschließlich Gras von der Weide und erreichen dennoch ihr stattliches Gewicht von mehreren hundert Kilogramm. Dementsprechend muss doch Gras alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die diese großen Tiere zum leben und wachsen benötigen. Warum wir Menschen bislang an diesem wertvollen Schatz immer nur vorbeigelaufen sind, ist sicher historisch begründet. Früher gab es einfach keine Möglichkeiten, das Gras das ganze Jahr hinweg sinnvoll zu nutzen. Lieber ließ man es wachsen und nutzte die Samen zur Mehlgewinnung. Das Gras an sich konnte man schlecht verwerten. Pures Gras kauen ist sicher kein kulinarischer Hochgenuss.

Heute gibt es jedoch tolle Möglichkeiten, Weizen- oder Gerstengras für unsere Ernährung zu nutzen. Entweder man entsaftet das Gras (z.B. mit der Lurch Power Saftpresse), kauft sich Weizengraspulver, oder mixt das selbst angebaute Gras einfach in einen Green Smoothie!

Ich zeige euch das mal:

Weizensamen

Zunächst kauft man sich Weizengrassamen (möglichst Bio Qualität). Die Körner gibt man in ein Gefäß und füllt Wasser hinein, so dass alles komplett unter Wasser ist. Die Körner bleiben 1-2 Tage so stehen, wobei man das Wasser ca. alle 12 Stunden wechseln sollte.

Weizengras gekeimt

Nach dieser Zeit haben sich bereits kleine Keimspitzen aus den Körnern entwickelt. Die Körner in einen Durchschlag geben und mit einem feuchten Tuch abgedeckt nochmals einen Tag weiter keimen lassen. Die Körner dürfen dabei nicht austrocknen (immer mal wieder befeuchten…). Ließe man sie noch im Glas, würde alles anfangen zu gähren – so wurde mal das Bier erfunden!

Weizen aussäen  Weizen Aussaat

Nun habe ich die gekeimte Saat auf ein vorbereitetes Beet mit guter Erde gegeben. Wenn es die Jahreszeit zulässt, gerne draußen, aber auch in Blumenkästen auf der Fensterbank gedeiht der Weizen sehr gut. Möchte man täglich etwas ernten, empfiehlt sich die Bepflanzung mehrerer Blumenkästen mit jeweils 2 Tagen Verzögerung. So kann man täglich einen halben Kasten ernten und wenn man hinten angekommen ist (bei z.B. 4 Kästen) wieder vorne beginnen. Gras wächst ja bekanntlich immer wieder nach – wie im Garten.

Weizengras IMG_6768

Schon nach ein paar Tagen – wenn man alles gut feucht gehalten hat – schießt das Gras aus der Erde. Ist das Gras 10 – 15cm hoch, kann man es bereits ernten. Man schneidet einfach mit einer Schere die gewünschte Menge ab:

Weizengras Ernte

Das Gras kann nun ganz frisch weiterverarbeitet werden. Bei mir kommt es oft in den Smoothie:

Green Smoothie 1 Green Smoothie 2

Hier waren neben dem Weizengras noch drin:

– 1 Apfel
– 1 Möhre
– halbe Zitrone (Saft)
– 1 Banane
– Wasser

Man braucht einen ziemlich guten Mixer, sonst wird das Gras nicht wirklich gut zerkleinert. Solange man noch grüne Grasstücke sieht, reicht das nicht aus um alle Zellen aufzubrechen und an den Zellsaft zu kommen. Immerhin haben wir nicht mehrere Mägen, wie eine Kuh. Also brauchen wir einen starken Mixer, oder eben einen entsprechenden Entsafter.

Dieser Entsafter funktioniert manuell und ist für Gräser optimiert. Mit keinem anderen Entsafter habe ich so viel Saft aus meinem Gras herausgeholt. Das Ergebnis kann man sogar pur trinken.

Lasst mich doch mal eure Erfahrungen mit Weizengras wissen. Schreibt mir mal einen Kommentar!

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Tandoori Ofen selber bauen

Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, einen indischen Tandoori Ofen selber zu bauen. Der Tandoori Ofen ist ein in Indien (und anderen Ländern) gebräuchlicher Straßenofen, der aus einfachen Mitteln hergestellt werden kann. In dem Ofen kann man das bekannte Tandooribrot – auch Naan Brot genannt – und auch Fleischspieße, wie Tandoori Chicken usw. herstellen. Für Gemüse, Kartoffeln und andere leckere Sachen eignet der Ofen sich auch.

Falls ihr gern Danke zu meinen Beiträgen sagen möchtet, dürft ihr das hier gern tun: 

Ich habe ein Video für euch gedreht. Weiter unten auf dieser Seite gibt es auch eine Schritt für Schritt Anleitung!

Hier mein Schritt für Schritt Bauplan:

Zunächst brauchte ich eine Art Tonne, die groß genug für meine Ansprüche war. Ich fand, während ich mit dem Auto unterwegs war, eine Firma, die Traktoren wartet und fragte dort nach einem leeren Ölfass. Das Ergebnis seht ihr hier:

Öltonne Grill

 

Dieses Fass musste ich gründlichst reinigen. Dann habe ich es mit der Flex von seinem Deckel befreit und eine kleine Tür unten rein geschnitten. Die Tür habe ich mit Scharnieren angeschraubt. Hier kommt später Luft ins Fass und die Asche wieder heraus.

Nun besorgte ich mir von einem örtlichen Ofen- und Kaminbauer ein paar Schamottsteine. Ich stellte die Steine in ihre geplante Form, um genau auszumessen, wie hoch der Aufbau später im Fass sein muss, damit der obere Rand des Aufbaus genau mit dem Fassrand abschließt. Man braucht natürlich am Boden Schamottsteine und für den Brennraum. Der oben enger werdende Teil, bildet ein großer Tontopf. Dieser muss aus wirklich echtem, gebrannten Ton bestehen. Der Topf auf dem Bild war leider nicht ganz so doll und ist später geplatzt – was nicht so schlimm ist, geht trotzdem. Der ganze Aufbau ist vom Durchmesser her kleiner als das Fass – das ist wichtig! Der Zwischenraum wird noch benötigt und darf nicht zu klein sein. 5cm, vielleicht etwas mehr, ist OK.
Den Boden vom Tontopf sägt man mit einer Säge ab. Das ist etwas mühsam, geht jedoch recht gut. Der Tontopf -Boden dient später als Deckel.

Schamott Steine Schamott

 

Nun beginnt man damit, den Boden des Fasses mit einer Schicht Schamottsteinen auszulegen. Man muss dringend darauf achten, dass der Boden die gleiche Höhe hat, wie die Unterkante der gesägten Tür. Um Höhenunterschiede auszugleichen, kann man normalen Sand ins Fass streuen. Dieser dient gleich als gutes Bett für die Schamottsteine. Die Lücken an den Rändern werden ebenfalls mit Quarzsand ausgefüllt, so dass der Boden dicht ist.
Nun kommt der Schamottaufbau ins Fass. Dazu rührt man einen Tonmörtel aus Ton und Sand mit Wasser an. Ton in Pulverform gibt es ebenfalls beim Kaminbauer. Ich habe einen Sack gekauft und hatte hinterher noch massig übrig. Es gibt auch extra Schamottmörtel – entscheidet das mit eurem Geldbeutel. Mit einer Kelle den gut durchgerührten Mörtel auf die Schamottsteine auftragen und den Aufbau so ins Fass einbringen. Die Fugen von innen danach gut mit dem Mörtel zuschmieren:

Tonmörtel mit Schamott

Die Tür bleibt natürlich offen! Den Boden habe ich auch noch mit dem Tonmörtel bearbeitet, dass keine Fuge mehr zu sehen war.

Nun habe ich den Zwischenraum zwischen Fass und Ofenraum mit Quarzsand ausgefüllt. Man kann hier auch andere Substrate nehmen, die gut Wärme speichern und feuerfest sind. Allzu grobkörnig darf es aber auch nicht sein, denn Luft ist ein schlechter Wärmeleiter.

Tandoori Ofen

Wenn der Ofen einige Zeit (wer es vor Ungeduld aushält, gern ein paar Tage) getrocknet ist – ich habe kleine Trocknungsrisse immer wieder mit einem Pinsel nass gemacht und mit dem Finger verschmiert – darf der Ofen zum ersten mal eingebrannt werden:

Tandoori Ofen einheizen

Zum einbrennen (oder auch zum anheizen später) zunächst kleineres Holz, wie trockene Äste oder ähnliches wie zu einem Lagerfeuer aufbauen. Durch die Tür kann das Ganze dann entzündet werden. Der Ofen hat eine gute Kaminwirkung und brennt leicht los. Die Tür bleibt während das Feuer an ist immer offen! Ich habe herausgefunden, dass das Feuer wesentlich besser brennt, wenn ich auf den Boden ein Gitterrost stelle. So kommt mehr Luft in den Brennraum unter das Holz.

Nach kurzer Zeit kann man schon große Feuerholzstücke reinwerfen.  Ich werfe sie einfach oben durch das Loch – klappt prima. Beim ersten Mal kann es sein, dass das Feuer noch nicht ganz so gut in Schwung kommt. Das liegt daran, dass der Quarzsand noch feucht ist und damit die ganze Energie durch die Feuchtigkeit absorbiert wird. Je länger man aber den Ofen richtig gut aufheizt (gern mehrere Stunden befeuern), desto schneller trocknet der Sand und das Feuer wird heißer.

Ist der Sand einigermaßen trocken, ist der Ofen fertig und kann benutzt werden. Dazu feuert man den Ofen erstmal wieder richtig gut an – so 2 Stunden sind optimal. Ist der Ofen aufgeheizt, lässt man das Feuer runterbrennen. Wenn man mag, kann man sogar die Asche komplett rausnehmen, ich mache das allerdings erst später. Wenn nur noch Glut da ist, schließt man die Tür und es kann losgehen:

IMG_6215 Wurst im Tandoori

Ein besonderer Tipp ist folgender:

Bei einem Eisen- und Werkzeughandel habe ich mir Edelstahlstangen schneiden lassen. Das hat mich nur ein paar Euro gekostet. Diese habe ich zuhause noch angespitzt und mit schönen Holzgriffen versehen.

Tandoori Spieße

Auf diese Spieße kann man nun wunderbar Gemüse (Tomaten, Zucchini, Paprika, Zwiebeln…) usw. spießen und in den Ofen stellen. Nicht zu tief mit dem Gemüse aufhören, sonst verbrennt es unten. Es hat sich als gut erwiesen, zuunterst immer eine kleine Kartoffel aufzuspießen, damit nichts in die Glut rutscht.

Sind die Spieße im Ofen, kann man oben den Deckel aufsetzen, damit nicht so viel Hitze entweicht. Der Sand hat jetzt so viel Hitze gespeichert, dass noch Stunden später viel Hitze im Ofen sein sollte. Voraussetzung, die Tür sollte zu sein. Man kann in die Öffnung auch noch einen losen Schamottstein stellen.

Ein genial einfaches Rezept für Tandoori Chicken (für die Spieße):

Man nehme Hühnchenfleisch (z.B. Brust) und schneidet es in dünnere Streifen. Das Fleisch mariniert man nun in einer Mischung aus Joghurt und Tandoori Gewürz (nicht zu wenig Gewürz) – mehrere Stunden, oder sogar über Nacht. Mit Vakuum geht es etwas schneller (siehe Beitrag hier).

Das Fleisch danach aus der Marinade nehmen, salzen, und auf die Spieße aufspießen. Auch hier kann man Zwiebeln, Tomaten und anderes Gemüse dazu nehmen. Die Spieße sind im heißen Ofen innerhalb weniger Minuten gut durch. Das ist ein echter Spaß auf jeder Grillparty! Auch hier nehme ich wieder eine Kartoffel zum Abschluss auf den Spieß.

Folgt uns hier:

Rosmarin entsaften (Lurch Green Power Entsafter)

Darf ich vorstellen: Das ist mein Lurch! (Lurch Green Power Entsafter)

Der Lurch ist ein manueller Entsafter für besonders schwierige Fälle. Mit dem entsafte ich sonst sehr erfolgreich Weizengras, Gerstengras, Möhren, Sellerie und Lauch funktionieren damit prima. Wer auf Smoothies steht, kann auch Äpfel und weiteres Obst durchdrehen.

Lurch Green Power Entsafter

Heute habe ich mir gedacht – warum nicht mal den Rosmarinstrauch etwas stutzen und die abgeschnittenen Äste durch den Lurch zum entsaften schicken?

Gesagt getan:

Lurch mit Rosmarin Rosmarin durch den Entsafter Entsaftetet Rosmarin

Welch ein Duft!!! Wie gewohnt, wurde der Lurch erstaunlich gut mit dem harten Kraut fertig. Lediglich die Ausbeute war etwas mager:

Rosmarinsaft

Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dieses „Rosmarinkonzentrat“ als Würze zum Beispiel zu Wurst- oder Kartoffelrezepten hinzuzugeben. Lediglich die Lagerung könnte schwierig sein. Man könnte es ja mal mit Olivenöl mischen und schauen, was passiert. Eine Mischung mit anderen Kräutern könnte auch förderlich sein.

Hier ist übrigens der ziemlich trockene Rest:

Rosmarin Trester

 

Viele Grüße, Dennis

 

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Selber Wurst herstellen (im Glas)

Wurst im Glas! Das war heute mein Tagesziel, genauer gesagt: Leberwurst. Habe ich es erreicht? Ja. Bin ich damit zufrieden? Da müsst Ihr schon weiterlesen 😉

Alles fing mit den rohen Zutaten an:

500g Schweineleber
500g Schweinefleisch (nicht zu mager)
250g Schweinebauch

Das sah dann in etwa so aus:

Schweineleber IMG_6556

Die Fleischwolf gerechten Stücke dann zusammen mischen und mit

2 großen Zwiebeln und
3 Zehen Knoblauch,
viel Salz,
1TL Pfeffer,
1 TL Thymian,
1 TL Majoran,
1/4 TL Piment
würzen:

Fleischstücke

Nun das Ganze einmal komplett durch den Fleischwolf (ich habe zunächst durch die 7mm Scheibe gedreht). Die Schnecke des Fleischwolfes, so wie das Fleisch, waren zuvor eine halbe Stunde in der Gefriertruhe, damit man alles besser verarbeiten kann.

IMG_6558  IMG_6559  IMG_6560  Fleisch gekuttert

 

Weil es so schön war, geht die Masse nun ein zweites Mal durch den Wolf, nun allerdings durch die feine (3mm) Scheibe.

IMG_6563

Jetzt geht es ab mit der Masse in die vorbereiteten, sauberen Sturzgläser
:

IMG_6564 IMG_6565

 

Gut darauf achten, dass der Rand des Glases sauber bleibt, sonst könnte das Einkochen nicht funktionieren und die Wurst verdirbt außerhalb des Kühlschrankes. Nun die Gläser (bei mir waren es 9) verdeckelt ab in den Einkochautomat (einkochen im Backofen in der mit Wasser gefüllten Fettpfanne geht auch, bitte dazu entsprechend Temperatur und Zeit anpassen). Die Gläser sollten 2 Stunden bei 100°C im Topf bleiben. Die Zeit zählt, wenn die 100Grad erreicht sind.

Gläser im Einkochautomat

Anscheinend hat es in meinen Gläsern so doll gekocht, dass ein wenig Fett später im Wasser war. Es sind dennoch alle Gläser gut dicht geworden. Nach der Zeit, Wasser ablassen und die Gläser langsam abkühlen lassen. NICHT auf den Kopf drehen. Wenn alles abgekühlt ist, kann man am Deckel erkennen, ob der Vorgang funktioniert hat – knackt der Deckel beim draufdrücken, hat es nicht geklappt. Dieses Glas sollte man dann sofort verbrauchen (Kühlschrank innerhalb weniger Tage. Die restlichen Gläser kann man nun ca. 1/2 Jahr im Regal lagern.

Ich habe ein Glas danach in den Kühlschrank gestellt, um für euch noch heute den Geschmackstest anzutreten. Ergebnis:

Sagen wir mal – ausbaufähig. Ich werde bei der nächsten Leberwurst folgendes verändern:

1.) noch mehr Salz. Da muss echt viel Salz rein, hätte ich nicht gedacht…
2.) andere Gewürze, evtl. sogar ein wenig was Süßes dazu, brauner Zucker oder auch einen Apfel
3.) einen Teil der Zwiebeln werde ich vorher anbraten
4.) Da muss mehr Fett rein! Entweder mehr Bauchspeck, oder ich habe etwas von „Wamme“ gelesen, das ist das Fett unterhalb des Bauchspecks, was der Metzger sonst abschneidet und selber verwurstet. Irgendwie ist mir meine Leberwurst zu trocken.
5.) Die Konsistenz ist mir trotz 3mm Scheibe noch zu körnig. Ich werde die Leber nach dem Fleischwolf nochmal mit dem Mixer zu Brei verarbeiten und nur das Schweinefleisch als groben Anteil drin lassen. Das Fett versuche ich wie die Leber ganz fein zu bekommen.

Wie immer freue ich mich auf Zuschriften, Rezepte, Hinweise, Tipps und auch gern eure Fotos!

LG, Dennis (Der Selbermacher)

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Käse selber machen

Ich zeige euch hier ein Grundrezept für eure zukünftigen Käsekreationen. Käse lässt sich zuhause mit ganz wenigen Mitteln selber herstellen.

Die volle und ausführliche Anleitung gibt es wie immer im Video:

Kurzanleitung:

Materialliste – was du auf jeden Fall brauchst:

– Milch (3,5%), praktischerweise schon pasteurisiert, gern Bio, ich benutze hier eine 3,8% Bio Milch (Lidl). Rohmilch sollte erst vorher kurz (30 Sekunden) bei 75°C pasteurisiert werden.
– Topf und Herd
– langes Messer
Labextrakt (Käselab) flüssig (oder ggfls. vegetarischer Lab Ersatz)
– für alle gereiften Käse (z.B. Schnitt- / Hartkäse): Käsekulturen für Käse, Quark, Frischkäse

Käseformen mit Pressdeckel (geht auch selbstgebaut)
– Pressgewicht (z.B. Bücher, Hantelscheibe, etc…)
– Sieb o.ä. zum Abtropfen

Nice to have – geht auch ohne, aber schöner ist´s mit:

– Thermometer (schon sinnvoll)
– Bruchschneider (2 unterschiedliche für senkrechten und für horizontalen Schnitt)
– Calciumchlorid -Lösung (verbessert die Struktur nach Labzugabe)
– Abtropfgitter
Käsereifebox
– Pressgewicht oder Käsepresse

Mein Starterset habe ich von Kaese-Selber.de – dort gibt es auch das weitere Zubehör.

kaese

Nun geht es los. Die Milch (im Video 3L) in den Topf geben und auf 36°C erwärmen (Achtung, Topf heizt manchmal noch nach). Damit die Milch die Temperatur möglichst lange hält, könnte man ihn auf ein Handtuch stellen und ein wenig rundherum einwickeln.

Zu der warmen Milch gibt man nun etwas von der Käsekultur hinzu. Diese kann man in fertiger Pulverform kaufen, oder auf Vorrat selber hergestellt portionsweise einfrieren. Von dem gekauften Pulver gibt man laut Anleitung ca. 0,5g, also einen halben Teelöffel pro 5L Milch, hinzu.

In ein wenig kaltem Wasser löst man pro 5L Milch 40 Tropfen Calciumchlorid Lösung auf und gibt auch dies zur Milch.

Nach einiger Zeit Ruhe (ca. 30 Minuten) gibt man das Lab hinzu. Dazu wieder 40 Tropfen Lab – in der 10fachen Menge an kaltem Wasser gelöst – in die Milch geben und dann den Topf ruhig stehen lassen. Wenn sich die Milch durch das Rühren noch drehen sollte, mit einem Messer oder Löffel die Milch „anhalten“, also beruhigen, stilllegen.

Nach ca. 30 Minuten haben die Lab -Enzyme die Milch deutlich eingedickt. Mit einem langen Messer (oder dem Käsebruchschneider) schneidet man nun mit jeweils 1cm Abstand die Milch von oben bis zum Topfboden in „Scheiben“. Danach nochmal über Kreuz, so dass max. 1cm dicke „Säulen“ entstehen.

Nach etwa 10 Minuten ruhen sollte sich schon deutlich Molke vom Käsebruch abtrennen. Nun die Säulen in Würfel schneiden. Das geht am einfachsten mit einem passenden Bruchschneider, oder wie im Video mit dem Messer.

Weitere 10 Minuten danach wir der Bruch „verzogen“, also ganz vorsichtig gerührt. Dabei alle Stücke zerkleinern, die größer als 1cm sind (ideal: 0,5 – 1cm).

Nach weiteren 20 Minuten nochmals vorsichtig durchrühren, bis keine Klumpen, sondern nur noch die gewünschten Würfel oder Bruchstücke zu sehen sind (sonst nochmals warten).

Nun kommt der Käsebruch in die Formen. Ab hier unterscheiden sich die weiteren Arbeitsschritte ein wenig, je nachdem, welche Art von Käse ihr später erhalten möchtet. Hier machen wir einen runden Schnittkäse.

Der Käsebruch (mit Molke) wird nun mit einer Schöpfkelle in die Käseform geschöpft. Die Käseform hat idealerweise viele Löcher, so dass die Molke sofort wieder austritt. Wenn entweder der gesamte Bruch umgefüllt, oder die Form voll ist, kommt ein Pressdeckel auf den Käsebruch. Dieser ist minimal kleiner, als die Form selbst. Der Pressdeckel wird nun beschwert mit einem Gewicht. Dies kann man fertig kaufen, oder eben (siehe Video) mit etwas Kreativität improvisieren. Nach und nach tritt weitere Molke aus dem Käsebruch heraus. An dieser Stelle hat man schon Frischkäse erzeugt.

Nach 15 Minuten wird die Form gewendet und nach jeweils 30 Minuten noch 4 x.

Nach dem letzten Wenden darf der Käse jetzt etwa 15 Stunden weiter austropfen. Die Molke darf man übrigens mit gutem Gewissen trinken, mit Saft mischen, oder ins Badewasser gießen. Sie ist zum Wegschütten zu schade.

Nun den „Käse in spé“ aus der Form nehmen und für 100 Minuten in ein Salzwasserbad einlegen, dabei nach der Hälfte der Zeit den Käselaib wenden (200g Salz pro 1L abgekochtes und abgekühltes Wasser – entsprechend für eure Menge umrechnen).

kaese2

Jetzt darf der Käse reifen. Schön wäre es bei 6°C in einer Dose (Kühlschrank), wobei der Käse nicht direkt am Dosenboden liegen sollte, sondern auf einer Art Gitter („da muss Luft dran!“).

Damit der Käse nicht (unbeabsichtigt) schimmelt, sollte man ihn mit Käsewachs überziehen, oder mit einer Schmierkultur behandeln. Auch die Zugabe einer Schimmelkultur zur Erzeugung von Camembert (oder anderem Schimmelkäse) is denkbar. Diese Kulturen kann man ebenfalls kaufen, oder eben von einem vorhandenen Schimmelkäse abnehmen. Dazu einfach eine Messerspitze des weißen Pilzüberzuges (ohne Käsereste) aus der Verpackung des Camemberts nehmen und mit in den Käsebruch mischen.

Je nach Käseart und Rezept ist dann die Reifezeit zu beachten und der Käse irgendwann einmal fertig!

Ich wünsche euch viel Spaß und wie immer: Bon Appetit.

Schickt mir gern eure Rezepte, Anregungen, Fotos etc. an: info@derselbermacherblog.de

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Weinblätter einlegen

Heute musste mein Wein im Garten beschnitten werden. Dazu habe ich alle Triebe nach den Trauben gekürzt und alle wild wuchernden Triebe ohne Früchte abgeschnitten. Da ich die Blätter so nicht verkommen lassen wollte, aber auch in den nächsten Tagen keine Zeit habe, sie frisch zu verwerten, wollte ich sie einlegen. Am besten nimmt man die jüngeren Blätter, da die großen, älteren Blätter manchmal bitter sind. Die unbrauchbaren Blätter werden später geschreddert und dienen in den Hochbeeten als Grundlage oder werden zu Kompost.

Weinblätter frisch

Zunächst blanchiert man die Blätter für wenige Minuten (etwa 2-3) in Wasser. Ich nehme hierfür schon die Salzlake, die ich auch später zum aufgießen verwende. Man mischt 80-100g Salz auf 1L Wasser. Mir reichte hier ein halbes Rezept aus, also 50g Salz:

Salz auf Waage

Dazu 500ml Wasser, aufkochen und die Blätter hinzu:

Weinblätter gekocht

Die Blätter verfärben sich etwas bräunlich. Die Farbe kennt man ja von den türkischen oder griechischen Gerichten mit gefüllten Weinblättern.

Die Blätter anschließend kurz unter kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen. Anschließend in ein Glas oder eine Dose geben und mit der Salzlake aufgießen. Das geht dann in den Kühlschrank.

eingelegte Weinblätter

Vor der Verwendung legt man die Blätter dann kurz in frisches Wasser, damit der Salzgeschmack abgeschwächt wird.

Die Blätter sollten sich längere Zeit im Kühlschrank halten. Man könnte sie theoretisch auch einkochen. Dazu bündelt man immer eine Portion zu einer Rolle und gibt die Rollen dann in ein Einweck Glas zum einkochen (ebenfalls in Salzlake).

Wer leckere Rezepte für gefüllte Weinblätter hat, darf mir gerne schreiben oder kommentieren.

LG, Der Selbermacher

 

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Joghurt selber machen

Habt ihr schon mal Joghurt selber gemacht? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Joghurt selber machen ist relativ simpel. Man braucht nicht viele Zutaten und auch kein teures Equipment. Dennoch gibt es eine einfache und eine etwas aufwändigere (aber sichere) Methode.

Unsere Videoanleitung zeigt euch, wie es geht. Unten drunter gibt es die Anleitung auch zum lesen:

Alles was Ihr für die sichere Methode braucht ist:

– einen Topf, groß genug für die Menge an Joghurt, die Ihr machen wollt
– Milch (je mehr Fett, desto cremiger der Joghurt), Kuhmilch, Ziegenmilch… je nach Geschmack!
– einen Becher Naturjoghurt (am besten 3,5% Fett) als Starterkultur
– Thermometer
– evtl. Gläser oder Becher, um den fertigen Joghurt portioniert im Kühlschrank aufzubewahren

Vorbereitung der Milch:

Die Milch in den Topf geben und unter rühren (damit nichts anbrennt) auf ca. 90°C erwärmen. Wenn man die Milch nun ca. 5 Minuten bei 90°C warm hält, sind danach alle möglichen Fremdkeime abgetötet. Nun lässt man die Milch im Topf auf 50°C abkühlen. Gleichzeitig heizt man den Backofen schon mal auf 50°C vor (nicht wärmer).

Milch im Topf erwärmen
Milch abkühlen lassen auf 50°C

Jetzt wird Joghurt daraus:

Zu der warmen Milch kommt nun der Naturjoghurt. Als Richtwert würde ich pro 1L Milch immer einen kleinen Becher fertigen Joghurt hinzufügen. Nun füllt man die vorbereitete und geimpfte Milch in Portionsbehälter, wie kleine Gläser oder Becher.

Der Backofen bleibt noch etwa 30 Minuten auf 50°C eingeschaltet und wird dann ausgeschaltet. Die Bakterien aus dem Joghurt vermehren sich nun rasant und wandeln die restliche Milch ebenfalls in Joghurt um. Idealerweise setzt man den Joghurt abends an, dann kann er über Nacht reifen und man hat morgens etwas Leckeres zum Frühstück. Der Joghurt hält sich mit geschlossenen Behältern etwa 3-4 Tage im Kühlschrank, doch bei uns übersteht er selten den ersten Tag, dann ist er schon aufgegessen.

Und wie war das mit der einfachen Methode?

Milch in eine Schüssel, Joghurt rein, Tuch drüber, neben die Heizung stellen – auch das klappt meistens! Das Ergebnis im Backofen ist jedoch häufig besser.

Noch ein paar Tipps:

In der Zeit, wo der Joghurt reift, sollten die Behältnisse nicht bewegt werden, dann wird der Joghurt fester.

Der eigene Joghurt kann auch wieder als Starterkultur für den nächsten Ansatz benutzt werden.

Frischer Joghurt schmeckt am besten mit frischem Obst (aus dem eigenen Garten???), oder mit Müsli, Marmelade, Zucker, aber auch pur!

Auch eine tolle Variante nach griechischer Art: Joghurt mit Honig (idealerweise noch beides aus eigener Herstellung!)

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